Das typische Verlaufsmuster des androgenetischen Haarausfalls (mit der Bildung von Geheimratsecken, Stirnglatze und Tonsur bzw. der Ausdünnung der Haare im Scheitelbereich) und der Zusammenhang von Stress und Haarausfall konnte bisher nicht stimmig erklärt werden.
Stress kann zu muskulären Verspannungen führen. Dadurch kommt es zu einer Anspannung der Kopfhautmuskulatur und der Kopfhaut. In den betroffenen Kopfhautgebieten sinkt die Blut- und Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln. In genau diesen Hautarealen sammelt sich das androgene Hormon DHT an. Androgenetischer Haarausfall wird ausgelöst oder verstärkt. Die Haarwurzeln verkümmern. Das Haar fällt aus.
Eine Behandlung dieser Form des Haarausfalls muß direkt an der Ursache – den muskulären Verspannungen – ansetzen. Hierfür stehen die Muskelentspannung durch muskelrelaxierende Medikamente, autogenes Training, Biofeedback-Übungen oder ein von japanischen Ärzten entwickeltes Gerät zur Entspannung der Kopfhaut (ScalpTensionRelaxer) zur Verfügung.
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