Alopecia seborrhoica bezeichnet die Folgen eines diffusen, also das gesamte Kopfhaar betreffenden Haarausfalls, der verbunden ist mit einer fettigen oder öligen Kopfhaut und oftmals zu trockenen Haaren. Häufig ist die Alopezie mit leichtem bis stärkerem Juckreiz verbunden.
Die übermäßige Talgproduktion der Kopfhaut stellt nicht die Ursache des Problems dar, sondern ist ein Merkmal dieser spezifischen Form des Kahlseins oder -werdens. Neigt die Kopfhaut überdies zu Rötung und Schuppenbildung, spricht man auch vom Seborrhoischen Ekzem.
Neben Krankheiten wie chronischen Infektionen, Neurodermitis, Schuppenflechte, Hautpilzen, Parkinson oder Diabetes sind auch Allergien und Vergiftungen (beispielsweise mit Pestiziden, mit Thallium oder mit Schwermetallen wie Blei), hormonelle Schwankungen nach Absetzen der Anti-Babypille, nach einer Geburt oder der Menopause, auch übermäßiger Stress sowie eine mangelhafte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen (wie Eisenmangel) mögliche Ursachen.
Kann die auslösende Krankheit bzw. die Ursache behandelt werden, wächst in der Regel auch das Haar wieder nach. Grundsätzlich ist zudem die Seborrhoe mit schwefelhaltigen Shampoos und Haarwässern behandelbar; auch Acetylsalicylsäure hat sich bewährt. Pilzinfektionen lassen sich mit Anti-Pilzmitteln sicher bekämpfen. Ist die Haarlosigkeit bereits fortgeschrittenen, wird auch Cortison äußerlich angewandt.
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