Autogenes Training

Autogenes Training als Mittel zur Entspannung der Kopfhaut

Alternativ zur medikamentösen Therapie kann die Entspannung der Muskulatur auch mit Hilfe von Autogenem Training erreicht werden. Das Autogene Training stellt den natürlichsten Weg dar, wieder eine entspannte Schädelmuskulatur zu erlangen. Allerdings beträgt der Zeitaufwand ca. 15 – 20 Minuten 2 mal täglich, was für viele Frauen und Männer, insbesondere im Berufsleben, deutlich zu zeitaufwendig ist.

Was genau ist Autogenes Training?

Autogenes Training

Autogenes Training gehört zu den Methoden der konzentrativen Selbstentspannung und ist seit Jahren bewährt. Entwickelt wurde die Methode in den 20er Jahren von dem Nervenarzt Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz. Die Erlangung tiefer körperlicher Ruhe ist der Ansatz der Methode. Der Patient ist dabei aktiv, d.h. er muss selbst mitarbeiten. Dabei wird angestrebt, dass der Patient durch die willentliche Ruhigstellung beeinflussbarer Muskelgruppen auch einen Einfluss auf nicht direkt willentlich steuerbare Vorgänge erhält und somit nervöse Störungen beseitigt werden können.

 

Dabei wird eine Funktion des Gehirn genutzt, die vielen nicht bewusst ist: Unser Gehirn ist auf Sicht nicht in der Lage, zwischen intensiven Vorstellungen und tatsächlich Erlebtem zu unterscheiden. Sprich, wenn sich eine Person lange genug ein Ereignis oder eine Reaktion vorstellt, wird das im Gehirn auf dieselbe Art und Weise verankert, als hätte sie das real erlebt.

 

Dieses Wissen wird seit Jahren im sportlichen Bereich im Sport-Training und der Wettkampfvorbereitung genutzt. Die Ergebnisse zeigen, dass die intensive Vorstellung einer bestimmten Leistung, die im Detail im Kopf „realisiert“ wird, einen nahezu identisch hohen Trainingswert erzielt, wie die tatsächliche Durchführung. Vorausgesetzt, die Vorstellungskraft ist detailliert und intensiv genug, was wiederum in der Regel eine gewisse Erfahrung mit der realen Umsetzung voraussetzt.

 

Diese Fähigkeit wird vom autogenen Training genutzt. Durch Vorstellungskraft wird eine körperliche Reaktion ausgelöst.

 

Für die AC-Therapie bedeutet dies, dass durch intensive Konzentration auf die sehr häufig angespannten Muskelgruppen unter der Kopfhaut, die üblicherweise nur teilweise der willentlichen Steuerung unterliegen (z.B. beim Stirnrunzeln), eine aktive Kontrolle gewonnen wird. Diese Kontrolle erlaubt ein bewusstes „Entspannen“ über die Dauer der Sitzung hinweg.