„Beste“ Mittel gegen Haarausfall/Haarverlust - Arzneimittel und Kosmetika

Die Stiftung Warentest untersuchte in einer umfassenden Studie 21 häufig verkaufte Mittel gegen androgenetischen Haarausfall. Darunter befanden sich Arzneimittel, Kosmetika, Haarelixiere, Shampoos und Haarkuren.

 

In einer Bewertungsskala von 1 (geeignet) bis 4 (wenig geeignet) wurden 19 der Mittel mit der Note 4 (wenig geeignet) bewertet. Die abschließende Bewertung zu den gesamten Mitteln gegen Haarausfall lautete: „Eine spezifische Wirkung bei Haarausfall ist wissenschaftlich nicht aus-reichend belegt, deshalb zur Behandlung von Haarausfall wenig geeignet“.

 

Auch bei den Arzneimitteln schnitten fast alle untersuchten Mittel mit der Note 4 (wenig geeignet) ab. Lediglich 2 Arzneimittel erreichten die Be-wertungsstufe 3.Einer dieser beiden Behandlungsansätze ist die Förderung der Durchblutung der Kopfhaut durch ein (einzureibendes) Tonikum (Bewertung 3 / mit Einschränkung geeignet).

Die Stiftung Warentest bewertet das Anwendungsgebiet:

„ . . . stabilisiert den Verlauf der anlagebedingten Glatzenbildung (androgenetische Alopezie) im Tonsurbereich der Kopfhaut von 3 – 10 cm Durchmesser bei dunkelhaarigen Männern im Alter von 18 – 49 Jahren. In der Mehrzahl der Fälle kann durch die Behandlung eine Verlangsamung des Haarverlustes resultieren und einem Fortschreiten der Glatzenbildung entgegengewirkt werden, jedoch wird nur bei wenigen Patienten ein kosmetisch befriedigendes Resultat zu erwarten sein“.

 

Der zweite Behandlungsansatz, der die Bewertungsstufe 3 (mit Einschränkung geeignet) erreichen konnte, ist ein Präparat zur Senkung des DHT-Spiegels im Blut. Damit soll der Ansammlung von DHT in den Haarfollikeln entgegen-gewirkt werden.

Hier fasst die Stiftung Warentest zu den Anwendungsgebieten zusammen:

„Frühe Stadien des Haarausfalls vom männlichen Typ (androgenetische Alopezie) bei Männern.“„. . . stabilisiert den Prozess der androgenetischen Alopezie bei Männern imAlter von 18 bis 41 Jahren. Eine Wirksamkeit beim Zurückweichen des Haar-ansatzes im Schläfenbereich („Geheimratsecken“) und beim Haarverlust imEndstadium wurde nicht nachgewiesen“.

 

Beide Behandlungsansätze wirken sich zumindest in einer nachgelagerten Phase der Verursachungskette ein wenig auf die Durchblutung der Kopfhaut beziehungsweise auf die Anlagerung von DHT aus. Natürlich können sie bei Spannungshaarausfall nicht den Effekt erzielen, wie es die Wiederherstellung der Durchblutung in den Gefäßen, die zur Kopfhaut hin führen, vermag.Wir können hier lediglich Auszüge aus der Studie wiedergeben. Die Studieselbst können Sie auf der Homepage der Stiftung Warentest für eine Gebühr von 50 Cent im Volltext einsehen. 

Medikamente gegen Haarverlust

Hier sind im weitesten Sinne drei Medikamente zu erwähnen, die derzeit gegen Haarausfall verschrieben werden und die ebenfalls in den Überblick der Stiftung Warentest (s. vorheriger Abschnitt) eingeflossen sind:

  • Finasterid gegen Haarausfall:
    Der Wirkstoff reduziert die freuen DHT-Vorkommen und soll so die Haarwurzeln vor der ererbten Empfindlichkeit gegen DHT schützen.

  • Minoxidil gegen Haarausfall:
    Dieses aus der Blutdrucksenkung bekannte Präparat soll die Blut-Kapillaren in der Kopfhaut erweitern.

  • Kortison gegen Haarausfall:
    Oftmals werden Kortison-Kuren direkt auf/in der Kopfhaut realisiert, um mögliche entzündliche Prozesse zu stoppen

 

 

 

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