Botulinumtoxin hat umgangssprachlich in den letzten Jahren als „Botox“ in der Bekämpfung von mimischen Falten als „Nervengift“ Furore gemacht.
Die unten aufgeführten Einsatzgebiete in der Medizin, die weit länger existieren und vielen erkrankten Patienten wirkungsvoll Hilfe bieten, sind den meisten Menschen unbekannt, da sie nicht publikumswirksam vermarktet wurden.
Störend erscheint dabei vielen Menschen bereits der Namenszusatz „gift“ oder „toxin“.
In diesem Zusammenhang sollte immer mit bedacht werden, dass nahezu jedes der uns bekannten Substanzen mit Wirksamkeit gegen diverse Krankheitsbilder in falscher und/oder zu hoher Dosierung tödlich wirken können.
Dazu zählen Schmerzmittel ebenso wie Mittel gegen Diabetes oder auch einfache fiebersenkende Medikamente oder Schlaftabletten.
Erst die richtige, auf das Krankheitsbild abgestimmte Dosierung der Medikamente verbreitet seine heilsame Wirkung.
Warum ausgerechnet Botulinumtoxin medienwirksam mit oft negativer Presse in Verbindung gebracht wird, lässt sich medizinisch nicht nachvollziehen und folgt eigenen Gesetzen der Medienwelt.
Auch die Homöopathie arbeitet mit Wirkstoffen aus der Natur – auch mit solchen, die in Ihrer Reinform für den Menschen ebenfalls tödlich sein können, wenn Sie falsch dosiert werden (Bsp: Tollkirsche, oral verabreicht tödlich, in Globuli-Form als „Belladonna“ z.B. gegen Fieber eingesetzt).
Die komplette Entwicklung aller Substanzen mit Wirkcharakter geht letztendlich weltweit auf unter Umständen in Reinform giftige Substanzen zurück.