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Die EMG-Messung des Muskeltonus ermöglicht eine objektive Bewertung des Grades der muskulären Verspannungen.
Die Spannungswerte der Muskulatur werden mit Klebe-Elektroden gemessen, die über dem Frontalis-Muskel (im oberen Bereich der Stirn / im Bereich der Geheimratsecken) angebracht werden.
Das Messgerät bereitet die gemessenen Daten auf und sendet sie an einen PC. Die Graphik, die dort wiedergegeben wird, zeigt auf, unter welcher Kopfhautspannung die feinen Blutgefäße, die unter der Kopfhaut verlaufen, stehen.
Über die gewonnenen Messdaten kann der Facharzt Rückschlüsse auf die Spannungssituation im gesamten oberen Schädelbereich ziehen. Eine gesonderte Abnahme von Spannungswerten im Bereich über den Ohren (temporal) oder am Hinterkopf (occipital) ist nicht nötig (dazu wäre die Verwendung von Nadelelektroden oder ein rasieren der Messpunkte erforderlich).
Die Ruhewerte eines entspannten Frontalis-Muskels (beginnend über den Augenbrauen) sollten normalerweise zwischen 0,7 und 4 Mikro-Volt liegen.
Diese Muskeln sind häufig, vor allem bei Männern, extrem stark angespannt. Viele Männer weisen Werte von über 10 Mikro-Volt bis zu 50 oder sogar 100 Mikro-Volt auf, haben also Verspannungen, die das 10- bis 100-fache der normalen Werte betragen.
Meistens ist es den Betroffenen nicht mehr möglich, diese Anspannung selbst unter aktiv versuchter Entspannung auf ein normales Maß zu senken. Das wird spasmische (also dauerhafte) Ausprägung der Verspannung genannt.
Die EMG-Untersuchung ist innerhalb weniger Minuten vollkommen schmerzfrei und ohne jegliche optische Beeinträchtigungen durchgeführt.
Auf Basis der gewonnenen Messdaten und weiterer, umfassender Untersuchungsdaten kann der Facharzt die Alopecia Contentionalis eingrenzen und die Anwendung der AC-Therapie empfehlen.
Die EMG-Messung und die umfassende Beratung zur Beurteilung des Haarausfalls und die Eingrenzung einer Alopecia Contentionalis (IGeL-Leistungen), kosten in der Regel zwischen 30,- bis 50,- Euro. Diese Aufwandsentschädigung für den behandelnden Facharzt wird in der Regel im Falle einer daraufhin erfolgenden AC-Therapie wieder auf die Behandlungskosten gutgeschrieben.
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