Glatze und Glatzenbildung

Die typische Glatze liegt vor, wenn der obere Schädelbereich haarlos ist. Hiervon sind fast ausschließlich Männer betroffen. Ein Haarkranz von den Ohren rund um den Hinterkopf bleibt meist erhalten (Donor-Areal). Die Glatze ist meist die Folge von androgenetischem Haarausfall, einer Empfindlichkeit bestimmter Zellrezeptoren an den Haarmatrixzellen auf das Hormon DHT.

  • Die Haarwurzeln verhornen mit DHT
  • Die Zellen schrumpfen
  • Der Haarwachstumszyklus verkürzt sich
  • Das Haar fällt aus.

 

 

Verspannung der Kopfhaut die zur Glatze führt

Die Beschränkung des Haarausfalls auf die obere Schädelregion hängt in der Regel mit den Durchblutungsverhältnissen der Kopfhaut zusammen. Stress ist einer der Hauptauslöser von Haarausfall. Er bewirkt, dass sich flache Muskelgruppen, die kranzförmig unter der oberen Kopfhaut verlaufen, anspannen und die Kopfhaut stärker über den knöchernen Schädel gespannt wird.

 

Die subkutan verlaufenden Versorgungsgefäße, Arterien, Arteriolen, Venen und Venulen, werden zusammengepreßt. Die Blut- und Sauerstoffversorgung der oberen Kopfhautregion wird deutlich vermindert. Die Kopfhautareale, die vorwiegend davon betroffen sind, liegen im Bereich des Os Parietale (Scheitelbein) und im Bereich der Tonsur. Dort fallen die Haare zuerst aus. Man spricht von spannungsbedingtem Haarausfall (Alopecia Contentionalis). 

Hamilton Norwood Schema

Anschließend dehnt sich der Haarausfall über das gesamte Schädeldach aus. Der typische Verlauf wird im Hamilton-Norwood-Schema kategorisiert. Das Endergebnis des Haarausfalls ist die Glatze. Die Glatzenbildung kann durch entsprechende Maßnahmen gut bekämpft werden. Zunächst wird vom Facharzt eine Messung der Spannung der Kopfhautmuskulatur durchgeführt, um die Indikation Spannungshaarausfall eindeutig einzugrenzen.

 

Hammilton Norwood Schema