Die Beschränkung des Haarausfalls auf die obere Schädelregion hängt in der Regel mit den Durchblutungsverhältnissen der Kopfhaut zusammen. Stress ist einer der Hauptauslöser von Haarausfall. Er bewirkt, dass sich flache Muskelgruppen, die kranzförmig unter der oberen Kopfhaut verlaufen, anspannen und die Kopfhaut stärker über den knöchernen Schädel gespannt wird.
Die subkutan verlaufenden Versorgungsgefäße, Arterien, Arteriolen, Venen und Venulen, werden zusammengepreßt. Die Blut- und Sauerstoffversorgung der oberen Kopfhautregion wird deutlich vermindert. Die Kopfhautareale, die vorwiegend davon betroffen sind, liegen im Bereich des Os Parietale (Scheitelbein) und im Bereich der Tonsur. Dort fallen die Haare zuerst aus. Man spricht von spannungsbedingtem Haarausfall (Alopecia Contentionalis).