Bei welchen Formen von Haarausfall kann die AC-Therapie helfen?

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Die AC-Therapie wurde speziell für den spannungsbedingten Haarausfall (Alopecia Contentionalis) entwickelt.

Beim spannungsbedingten Haarausfall wird die Kopfhaut durch flache Muskelbänder, die rund um den Kopf verlaufen (vorne an der Stirn, seitlich am gesamten Schädel und am Hinterkopf), straff nach unten gespannt. Sie liegt dann (wie eine Gummikappe) eng über dem oberen Teil des knöchernen Schädels. Die unter der Kopfhaut verlaufenden, sehr feinen Blutgefäße werden zusammengepresst.

Die Durchblutung dieser feinen Blutgefäße ist in den Bereichen mit Haarausfall um über 60 % verringert. Die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel ist um etwa 40 % reduziert. Die Haarfollikel sind dazu gezwungen, unter permanentem Blut- und Sauerstoffmangel zu arbeiten.

Das Haar fällt schließlich aus. Die betroffenen Haarfollikel verharren dabei zunächst in einer sogenannten (energiesparenden) „Ruhephase“ ohne neues Haarwachstum. In dieser Anfangsphase kann der Haarfollikel noch re-aktiviert werden. Das Haar könnte wieder wachsen. Ohne Behandlung degenerieren die Haarfollikel aber zusehends und sterben schließlich gänzlich ab.

Die Haarfollikel „verhornen“ speziell in den verspannten und sauerstoffarmen Kopfhautbereichen mit dem Hormon DHT. DiHydroTestosteron ist die in den Zellen aktive Wirkform von Testosteron; einem Androgen (männliches Hormon). Wegen der DHT - Empfindlichkeit der Haarfollikel wird die typische Form des Haarausfalls auch als androgenetischer Haarausfall bezeichnet.

Die Androgenempfindlichkeit stellt also die Basis dar, die durch die spannungsbedingte Unterversorgung mit Sauerstoff, Blut und Nährstoffen erst richtig zum Tragen kommt. Den Zonen mit der größten Anspannung der Kopfhaut folgend, entwickelt sich daraufhin das typische Haarausfallmuster mit einem Beginn an den Geheimratsecken, einer Ausdünnung der Haare im Stirnbereich, der Bildung der Tonsur mit meist zeitlichem Verzug und einem Fortschreiten des Haarausfalls über das gesamte Schädeldach, ausgehend von diesen Bereichen.(vergl. Hamilton-Norwood-Schema bei Männern.)

In den Bereichen ohne nennenswerte Anspannung und vollständiger Durchblutung der Kopfhaut, beispielsweise dem Donor-Areal (Haarkranz rund um den Hinterkopf und knapp über den Ohren), findet daher praktisch immer bis in hohe Alter keinerlei Haarausfall statt.

Frauen können bei Spannungshaarausfall ebenfalls ein eher männliches Haarausfallmuster entwickeln. Aber auch das typisch weibliche Haarausfallmuster, das sogenannte Ludwig-Schema mit einer Ausdünnung der Haare im Scheitelbereich, kann durch eine Verspannung der Kopfhautmuskulatur deutlich mit beeinflußt bzw. verursacht werden.

Hauptauslöser für die Verspannungen sind andauernder Stress, Anspannung und permanente hohe Konzentration. Oftmals äußert sich diese permanente Muskelverspannung auch in einem äußerst unangenehmen Spannen, Brennen und Kribbeln der Kopfhaut.

Die Höhe der muskulären Verspannung kann beim Facharzt durch eine EMG-Messung (ElektroMyoGraphie) festgestellt werden. Dabei werden Klebeelektroden auf der Kopfhaut über den agespannten Muskeln angebracht (meist über den Frontalis-Muskeln, die über der Stirn verlaufen).

Der Wert der Spannung wird in MikroVolt angezeigt und liegt häufig über das 10- bis 30- fache über den Normalwerten.

Ist die Spannung einer der maßgeblichen Faktoren für den Haarausfall, kann durch die AC-Therapie die Durchblutung in den feinen Gefäßen wieder erhöht werden; Blut-, Sauerstoff- und Nährstoffversorgung können sich wieder normalisieren. Der Haarausfall kann gestoppt werden. Die Haarfollikel, die bislang nicht mehr über die Energie verfügten, aus der Ruhephase in die Wachstumsphase überzutreten, können wieder gesundes, kräftiges Haar produzieren.

Begleiterscheinungen des spannungsbedingten Haarausfalls, wie das äußerst unangenehme Spannen, Kribbeln und Brennen der Kopfhaut, können innerhalb von wenigen Tagen gestoppt werden.

Das Aussehen kann sich wieder um Jahre verjüngen.

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