Neue Hautzellen bilden sich standardmäßig in einem Zyklus von 28 Tagen. Dieser Vorgang ist bei Schuppenbildung stark beschleunigt, die Zellen reagieren über, die ständig abgestoßenen Hautzellen werden als „Schuppen“ wahrgenommen. Häufig geht das Vorhandensein von Schuppen mit übermäßig juckender Kopfhaut einher.
Hauptsächlich betroffen von Schuppenbildung sind laut Umfragen Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.
Die Schuppenproduktion hängt meist mit erhöhter oder verminderter Talg(Fett-)Produktion zusammen und wird daher von den Ärzten auch oft als abgeschwächte Form des soborrhoischen Ekzems, das neben juckender Kopfhaut auch als Auslöser für Haarausfall gilt, diagnostiziert und behandelt.
Neben dieser medizinischen Irritation kann die Schuppenbildung und das Jucken der Kopfhaut jedoch auch durch die oben beschriebenen chemisch-kosmetischen Auslöser verursacht – und behandelt werden.
Lästig, gesellschaftlich anrüchig und besonders lästig ist ein durch Besiedlung unserer Kopfhaut mit unliebsamen Gästen ausgelöstes Jucken der Kopfhaut.
Zu den möglichen Ursachen zählen hier
Alle diese Ursachen lassen sich vom Arzt/Dermatologen durch mikroskopische Untersuchen, Hautgeschabsel und Abstriche gut diagnostieren.
Eine Behandlung setzt direkt auf dem Auslöser an. Das Jucken der Kopfhaut, oft durch allergische Reaktionen auf z.B. Kot, Körperflüssigkeiten oder auch mechanische Reize (z.B. durch Eingraben in die Haut) kann meist recht schnell abgestellt werden.
Ihr Arzt berät sie auch über mögliche Ansteckungsgefahren und notwendige „Säuberungs“aktionen im Haushalt und Kleidungsbereich.
Bei den Hauterkrankungen, die juckende Kopfhaut verursachen können, sollen hier zwei der Hauptursachen kurz aufgezeigt werden:
Neurodermitis oder auch atopische Dermatitis genannt ist eine schubweise auftretende Reaktion des Immunsystems. Sie äußert sich durch Juckreiz (daher auch die juckende Kopfhaut) und trockene Haut. .
„Atopisch“ bedeutet dabei die Reaktion des Immunsystems auf Einflüsse, Dermatitis stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus derma=Haut und titis=Entzündung.
Die „Schübe“, d.h. der vermehrte Auftreten der Neurodermitis können einerseits durch Kontakt mit bestimmten Stoffen (Allergene), andererseits jedoch auch durch psychische Faktoren ausgelöst werden.
Wissenschaftler gehen von einer Kombination aus genetischer Disposition gepaart mit untypischer Reaktion auf Umwelteinflüsse aus.
Neurodermitis gilt hinlänglich als nicht heilbar. Linderung können z.B. Kortisone in unterschiedlicher Darreichungsform nach ärztlicher Verordnung, jedoch auch Bäderkuren u.ä. verschaffen.