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AC-Therapie gegen Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall / Androgenetischer Haarausfall

 

388d0c_43196538baf84d9b8003b94f84d2bceaEin erwachsener Mensch verfügt über etwa 80.000 bis 100.000 Kopfhaare, die sich jeweils in verschiedenen Wachstumszyklen befinden. Die Anzahl der Kopfhaare schwankt mit der Haarfarbe. Rothaarige Menschen haben etwa 90.000 Haare, schwarzhaarige und Brünette bis zu 100.000 Haare, Blonde bis über 120.000.

Die durchschnittliche Wachstumsgeschwindigkeit eines Haares in der ersten Phase (Anagenphase, Wachstumsphase) beträgt ca. 0,35 mm / Tag oder ca. 1 cm pro Monat. Bei ca. 80 – 100.000 Haaren werden somit täglich 25 – 30 m Kopfhaar neu gebildet. Diese Phase dauert etwa 2 – 6 Jahre an. Daraufhin folgt eine Übergangsphase (Katagenphase) von etwa 3 Wochen. In der letzten Phase (Telogenphase, Ausfall- und Ruhephase) die etwa 3-4 Monate dauert, fällt das Haar zunächst unmerklich aus; nach ca. 6 Monaten fängt an den gleichen Stellen neues Haar zu wachsen an.

Da diese Prozesse gleichmäßig verteilt über den gesamten behaarten Kopf stattfinden, wird das äußere Erscheinungsbild dadurch nicht beeinflusst. Jeweils etwa 85 – 90 % der Haare befinden sich in der Wachstumsphase, 1 – 2 % in der Übergangsphase und bis zu 18 % in der Ausfall- und anschließenden Ruhephase

Definition der Alopezie / Haarausfall

Bei Menschen, die von Haarausfall betroffen sind, findet dieses neue Wachstum nur noch eingeschränkt oder auch gar nicht mehr statt. Bei einem Haarverlust von mehr als 100 Haaren pro Tag über einen längeren Zeitraum spricht man dann von Alopezie / Haarausfall. Durch eine verkürzte Wachstumsphase der Haare gehen mehr Haare verloren, als nachwachsen. Der eigentliche Prozess des Haarausfalls ist das Effluvium, der verstärkte Haarausfall. Das Ergebnis ist die Alopezie, die sichtbare Lichtung des Kopfhaares.

Androgenetischer Haarausfall, erblich bedingter Haarausfall

Liegt eine Überempfindlichkeit gegen das androgene Hormon DHT (DiHydroTestosteron) vor, spricht man von androgenetischem Haarausfall. Oft wird dabei auch von genetisch bedingtem oder auch von erblich bedingtem Haarausfall gesprochen. Durch die Ansammlung von DHT im Haarfollikel verhornen diese und schrumpfen. Die Wachstumsphase des jeweiligen Haares verkürzt sich immer mehr, bis dann schließlich kein Neuwuchs mehr erfolgen kann.

Alopezie betrifft nicht nur Männer. Auch bei Frauen hat Haarausfall stark zugenommen. Selbst junge Menschen mit etwa 20-30 Jahren leiden bereits unter Haarausfall. Vielfach wird beobachtet, daß der Haarausfall in Phasen von starker Anspannung oder von Stress, beruflich oder privat, deutlich zunimmt. Stress gilt als einer der Haupteinflussfaktoren von Haarausfall.

Unterform spannungsbedingter Haarausfall, Alopecia Contentionalis

Der Haarausfall verläuft in der Regel nach einem typischen Verlaufsmuster. Bei Männern wird dies als Hamilton-Norwood Schema bezeichnet, bei Frauen als Ludwig Schema. Dabei betrifft der Haarausfall zunächst den Bereich der Schläfen (Geheimratsecken) oder generell der Stirn oder des Scheitels. Auch die Wölbung am Hinterkopf ist häufig betroffen (Tonsur). Konzentriert sich der Haarausfall auf diese Bereiche, genügt auch ein Ausfall von deutlich weniger als 100 Haaren pro Tag, um lichte oder gar kahle Stellen entstehen zu lassen.

Vor unseren Untersuchungen konnte biologisch noch nicht schlüssig erklärt werden, warum der Haarausfall nur an diesen bestimmten Stellen beginnt und weshalb er diesem typischen Verlaufsmuster folgt.

Die Ursache für diesen Verlauf liegt häufig in Stress, hoher Konzentration und der damit zusammenhängenden Verspannung der oberen Schädelmuskulatur. Durch die Kompression der Blutgefäße, die unter der Kopfhaut verlaufen, können bestimmte Regionen der Kopfhaut deutlich schlechter durchblutet werden.

In der Folge sinkt die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel und der Haarmatrixzellen, die das Keratin (den Haarbaustoff) produzieren unter einen kritischen Wert. Bei einer erblich erhöhten Empfindlichkeit auf DHT kann das Hormon in diesen Zellen nicht mehr normal verstoffwechselt werden. Es sammelt sich verstärkt in den Zellen an. Die Haarfollikel verhornen und schrumpfen. Es folgt Haarausfall.

In den Kopfhautberichen, die nicht verspannt sind und normal mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, wächst das Haar auch normal weiter.

Behandlung der Ursache des erblich bedingten Haarausfalls

Liegt ein solcher spannungsbedingter Haarausfall vor, spricht man von Spannungshaarausfall oder Alopecia Contentionalis. Bei der Diagnose sollte ein Facharzt hinzugezogen werden. Eine der Standardmessungen zur Eingrenzung oder auch Ausgrenzung von Spannungshaarausfall ist die EMG-Messung der Kopfhautverspannung.

Das Behandlungsziel ist es , die Verspannung der oberen Schädelmuskulatur nachhaltig zu beheben, um wieder eine normale Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Haarfollikel zu ermöglichen. Wird dies erreicht, kann der Haarausfall innerhalb weniger Wochen gestoppt werden. Auch bereits ausgefalles Haar kann wieder zum Wachstum angeregt werden.


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