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AC-Therapie gegen Haarausfall

Haarausfall – ein Fall für den Facharzt

Daß so manches Haar vom Kopf fällt, ist nicht weiter ungewöhnlich. Immerhin wachsen die Haare jeden Tag und so kommt es, dass die alten Haare von den Neuen einfach nach oben hin abgestoßen werden und ausfallen. Hier können dann bis zu hundert Haare am Tag schon mal auf dem Boden oder der Kleidung landen. Stellt man jedoch fest, dass es täglich mehr Haare sind als die noch als normal bezeichnete Zahl von 100, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich dabei um einen Haarausfall handelt. Wie es dazu kommt, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Ist es nur von kurzer Dauer, dann ist häufig ein temporär erhöhtes Stresshormon im Körper verantwortlich. Gehen jedoch über einen längeren Zeitraum die Haare aus, sollte man dies nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Haarausfall – wann sollte ein Arzt drauf schauen?

Sobald man bemerkt, dass jeden Tag mehr Haare als üblich vom Kopf fallen, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Den Fachmann für Hautkrankheiten sollte man auch dann hinzuziehen, wenn man bereits lichte Stellen im Haar feststellen kann. Bei einem beginnenden Haarausfall kann der Mediziner durch verschiedenste Untersuchungen feststellen, welche Variante des Haarausfalls vorliegt und wie man diese am besten therapieren kann. Denn in vielenFällen steckt oft eine hormonelle Ursache oder gar eine bis dahin nicht erkannte Krankheit hinter dem Ausfall der Haare.

Haarausfall – Was macht der Arzt?

Der Dermatologe wird nach dem ersten Gespräch zunächst die Haarausfallstruktur untersuchen. Meist ist schon auf den ersten Blick erkennbar, um welche Art Haarausfall es sich handelt. Darüber hinaus kann der Arzt auch verschiedene Diagnosemethoden zu Rate ziehen.

Der Epilationstest beim Haarausfall

Dieser Test wird auch als Zupftest bezeichnet. Dabei nimmt sich der Arzt verschiedene Haarbereiche des Kopfes vor und zieht vorsichtig an den Haaren. Dabei kann er auf den ersten Blick erkennen, wie schnell die Haare sich von der Kopfhaut lösen.

Der Trichogramm Test beim Haarausfall

Bei diesem Test begutachtet der Arzt die Haarwurzeln. Diese durchlaufen im Laufe ihres Wachstums verschiedene Phase, welche von der Wachstums- oder Anlagenphase bis hin zur Abstoßung reichen. Das Trichogramm gibt dazu Auskunft, wie viele Haare in welchem Stadium zu finden sind und wie es um die Intensität der Haare steht.

Um das Trichogramm gut erstellen zu können, muss der Arzt etwa 20 bis 50 Haare aus der Kopfhaut ziehen, welche dann unter dem Mikroskop begutachtet werden. Beim Endergebnis sollten mehr als 80 Prozent der Haare wachsen, weniger als 20 Prozent ausgestoßen werden und etwa drei Prozent in der Ruhephase sein.

Der Tricho Scan

Hierbei handelt es sich um ein Computerprogramm auf Basis der digitalen Fotografie. Damit ist es möglich, die Dichte der Haare pro cm2, den Durchmesser der Haare und die Schnelligkeit ihres Wachstums zu ermitteln. Diese Methode ist vor allem für bei der Beobachtung über den erfolgreichen Verlauf einer Therapie sehr wichtig. Hier können dann die Ergebnisse vor und nach einer Behandlung verglichen werden.

Bevor der Computer die Haare fotografieren kann, muss die Kopfhaut zunächst an einigen Stellen kahlrasiert werden. 3 Tage später werden die Haare an dieser Stelle eingefärbt und fotografiert.

Die Biopsie der Kopfhaut

Bei dieser Untersuchung wird der Kopfhaut etwas Gewebe entnommen. Dies kann dann der Fall werden, wenn der Arzt sich trotz mehrerer Untersuchungen noch nicht ganz sicher ist, um welche Form von Haarausfall es sich handelt. Dies ist häufig dann der Fall, wenn auch der Zustand der Kopfhaut beim Haarausfall eine große Rolle spielt.

Für das Entnehmen des Gewebes dringt man so tief in die Kopfhaut ein, dass die Haarfollikel komplett in der entnommenen Probe vorhanden sind. Diese werden dann von einem externen Labor geprüft.

Merkmale der einzelnen Haarausfall Typen

Neben den unterschiedlichen Diagnoseverfahren gibt es für den Arzt bestimmte Merkmale, welche bereits auf den ersten Blick darauf schließen lassen, um welche Art von Haarausfall es sich handelt.

Beim erblich bedingten Haarausfall kann der erfahrene Arzt oft bereits am Aussehen der Haare erkennen, dass hier eine hormonbedingte Ursache vorliegt.

Ähnlich ist es auch beim kreisrunden Haarausfall. Hier bekommt der Arzt ein erstes Anzeichen aufgrund der Charaktereigenschaften von Ausrufungszeichenhaaren. Das sind sehr kurze, oft abgebrochene, Haare, die an den scharf abgegrenzten Arealen auftreten, die von Haarausfall betroffen sind.

Wenn der Verdacht auf einen diffusen Haarausfall fällt, dann kann ebenfalls die Kopfhaut beziehungsweise das Muster des Haarausfalls einen genauen Aufschluss darüber geben. Darüber hinaus nimmt der Arzt in den meisten Fällen auch eine Blutuntersuchung vor, um eventuelle Mängel an Vitaminen oder Krankheiten, die den Haarausfall verursachen könnten, heraus zu finden.

Die ärztliche Behandlung von Haarausfall

Nach der genauen Diagnose bespricht der Arzt die beste Therapiemöglichkeit. Ist der Haarausfall durch Hormone bedingt, wird er hier eine Reihe von Medikamenten empfehlen, die es als Tabletten oder Tinktur gibt. Besonders häufig werden Finasterid, 17α-Estradiol, Minoxidil oder Antiandrogene eingesetzt.

Liegt ein diffuser Haarausfall vor, dann liegt die Ursache hier meist an versteckten Krankheiten, falscher Ernährung oder einem Mangel an wichtigen Nährstoffen. Hier kann eine sinnvolle Therapie aus einer gesunden Ernährung und der Behandlung von Krankheiten mit Medikamenten bestehen.

Beim kreisrunden Haarausfall kann in vielen Fällen eine vorübergehende Ursache dahinter stecken. So können eine Allergie auf ein bestimmtes Mittel, eine Autoimmunreaktion oder auch Stress als Nebenwirkung den Verlust der Haare zur Folge haben. Hier kann der Arzt als Therapie verschiedene Ansätze zur Stressbewältigung aufzeigen oder ein Mittel gegen die Allergie verschreiben. Oft erfolgt der Therapieansatz mittels einer Kortisonbehandlung. In einigen Fällen kann er zusätzlich auch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel mit in die Therapie einbauen.

Die AC Therapie

Neben den bekannten Medikamente und Tinkturen zum Einreiben in die Kopfhaut bieten Hautärzte seit einiger Zeit auch eine etwas ungewöhnliche Therapie an. Diese trägt den Namen AC Therapie. Zum einen ist daran ungewöhnlich, dass sie nicht etwa von einem Mediziner, sondern von einem Ingenieur, der selbst an Haarausfall litt, entwickelt wurde. Zum anderen wird das Mittel, welches die Therapie ausmacht, bislang eher im Bereich der kosmetischen Faltenreduzierung eingesetzt. Es handelt sich hierbei um kein geringeres Präparat als Botox (Markenname des Unternehmens Allergan). Es ist im Allgemeinen dafür bekannt, dass es besonders im Gesicht dafür sorgt, dass dieses nach einer kosmetischen Behandlung wieder glatt und schön aussieht. Nun hat man als ungewöhnliche Nebenwirkung entdeckt, dass es auch einen sehr guten Einfluss auf den Haarwuchs hat. Je nach Form und Schwere des Haarausfalls können einige Sitzungen nötig sein, bei denen „Botox“ in Form von Spritzen am Kopf verabreicht wird. Bis es erste sichtbare Erfolge gibt, können einige Wochen ins Land gehen. Die bereits ausgefallenen Haare können nach dieser Therapie auch wieder nachwachsen. Man sollte sich auch darauf einstellen, dass diese Therapie einiges an Geld kosten kann, jedoch deutlich günstiger liegt, als zum Beispiel eine Haarverpflanzung, die die Ursache des Haarausfalls nicht behebt, sondern nur den aktuellen Stand kaschiert.

 

 

 

 

 

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