biokyb life science AG · Forschung Dermatologie · Kompetenzzentrum Haarausfall · Telefonische Haarsprechstunde & Adressen von Fachärzten

(07151) 9866 89-0       e-Mail

AC-Therapie gegen Haarausfall

Haarzyklus

Jeder Mensch hat über 150.000 Haare auf  dem Kopf. Davon fallen täglich bis zu 100 Haare aus. Nun möchte man meinen, da man ja das Sprießen der Haare recht gut beobachten kann, dass hier ein ständiges Wechselspiel zwischen Wachsen und Ausfallen herrscht. Dies ist im weitesten Sinne auch gar nicht mal so verkehrt, jedoch durchlaufen die Haare einen weitaus komplexeren Weg, der auch als sogenannter „Haarzyklus“ bekannt ist.

Was versteht man unter dem Haarzyklus?

Unter dem Begriff „Haarzyklus“ versteht man ein ständiges Wechselspiel der Haare, welches sich in insgesamt drei unterschiedlichen Phasen aufteilt. Eine besondere Rolle spielen dabei die Haarfollikel, wobei sich im Haarzyklus jeder einzelne Follikel verändert. Als Follikel werden Einstülpungen bezeichnet, welche das Aussehen einer Röhre haben. Diese befinden sich in der obersten Schicht der Kopfhaut. Jede dieser Einstülpungen durchläuft den Haarzyklus dabei völlig alleine, ohne dass ein weiteres Follikel mit einbezogen wird. Dieser zeitversetzte Ablauf ist auch extrem wichtig, da es sonst zu einem unkontrollierten Ausfall der Haare in großen Mengen kommen könnte. Dadurch, daß immer nur ein Teil der Haare ausgefallen ist, bewahrt der Mensch seine gleichmäßige Haarbedeckung am Schädel.

Die Phasen des Haarzyklus

Insgesamt besteht der Haarzyklus aus drei unterschiedlichen Abschnitten:

  • Anagenphase (Wachstumsphase)
  • Katagenphase (Übergangsphase)
  • Telogenphase (Endphase)

Die Anagenphase im Haarzyklus

Die Anagenphase ist auch als „Wachstumsphase“ bekannt. In dieser Phase beginnt der menschliche Körper damit, aus Zellen eine neue Haarwurzel herzustellen. Ist die Haarwurzel vollständig aufgebaut, beginnt diese wiederum mit der Produktion eines neuen Haares. Während dieses Prozesses wird das Haar immer mehr nach oben aus der Kopfhaut geschoben, bis man dort den Haarschaft sehen kann. Alle Haare, welche sich in der Wachstumsphase des Haarzyklus befinden, werden in Fachkreisen auch „Papillarhaare“ genannt. Die durchschnittliche Geschwindigkeit des Haarwachstums liegt in der Anagenphase monatlich bei etwa einem Zentimeter. Wenn man alle Haare insgesamt betrachtet, befinden bis zu neunzig Prozent der Haare alle gleichzeitig in dieser Wachstumsphase. Dies ist vor allem dadurch bedingt, dass die Wachstumsphase ein deutlich längeres Zeitintervall besitzt, als die anderen beiden Phasen.

Die Anagenphase-Dauer für das Wachstum der Kopfhaare kann dabei beachtliche Schwankungen aufweisen. Allgemein lässt sich diese Zeit, welche letztlich auch die Länge der Haare bestimmt, zwischen zwei und sechs Jahren einordnen. Wie lange am Ende diese Phase sein kann, ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Hier spielen unter Anderem das Alter, das Geschlecht, die Haarposition auf dem Kopf und sogar die Pflege der Haare eine Rolle. Denn hier ist nicht nur das richtige Shampoo wichtig. Wer in der Wachstumsphase gesunde und glänzende Haare haben möchte, der muss auch seinen Nährstoffhaushalt gut pflegen. Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelemente sind ebenso wichtige Motoren für das gesunde Wachstum der Haare.

Der Haarzyklus und die Katagenphase

Ist die Wachstumsphase der Haare beendet, geht der Haarzyklus in die „Katagenphase“ über. Hier spricht der Fachmann dann von sogenannten Beethaaren. In dieser Phase wird die Produktion neuer Zellen für die Haare eingestellt. Darüber hinaus beginnt jeder Haarfollikel nun, sich in der Kopfhaut enger zu ziehen. Mit der Zeit beginnt das Haar dann damit, sich von der Haarwurzel loszulösen und es tritt eine sukzessive Haarverkümmerung ein.

Anders als bei der Wachstumsphase fällt die Anzahl der Haare, welche sich alle gleichzeitig in der Katagenphase befinden, mit einem Prozent der Gesamtzahl relativ gering aus. Dieses kurze Intervall ist auch der nur kurzen Dauer dieser Übergangsphase geschuldet. Denn diese liegt gerade mal bei etwa 3 Wochen.

Die Telogenphase während des Haarzyklus

Wenn die Ruhephase der Haare beendet ist, gehen diese in die sogenannte „Telogenphase“ über. Hier sind die Haare dann so lose auf der Kopfhaut, dass sie, wenn sie in Berührung mit Kamm, Bürste oder Shampoo kommen, einfach vom Kopf fallen. Der Mediziner bezeichnet die Haare, welche sich in der Endphase befinden auch als Kolbenhaare. Die Dauer der Telogenphase beläuft sich auf etwa 4 Monate und betrifft etwa 18 Prozent der Haare gleichzeitig. Mit der Endphase schließt sich zwar der Kreis des Haarzyklus, jedoch kann man diese Phase nach dem Ausfallen der Haare auch als Neuanfang verstehen. Denn nach dem natürlichen Ausfall der Haare beginnt eine Neugenerierung der Haarfollikel: Nach und nach produziert der Körper wieder neue Zellen, aus denen dann nach einiger Zeit wieder neue Haare entstehen. Damit geht die Telogenphase wieder in die Wachstumsphase über und es entsteht ein neuer Haarzyklus.

Die Haare im Haarzyklus

Es gibt eine Möglichkeit, mit der sich relativ einfach feststellen lässt, in welcher Phase des Haarzyklus welches Haar gerade ist. Diese nennt sich Trichogramm, welches meist beim Hautarzt vorgenommen wird. Diese Methode kommt auch häufig bei der Untersuchung von Haarausfall vor. Um diese Übersicht zu erstellen, muss der Arzt zunächst an verschiedenen Stellen des Kopfes die Haare vorsichtig mit einer Pinzette heraus ziehen. Diese werden danach unter ein Mikroskop gelegt und in ihrer Struktur betrachtet. Im nächsten Schritt kommt auch ein wenig Mathematik ins Spiel, da der Facharzt damit beginnt für jede Phase eine Hochrechnung zu erstellen, um herauszufinden, wie viele Haare sich in der jeweiligen Phase befinden. Nach der Rechnung kann der Mediziner dann Vergleichswerte mit einem normalen Haarwuchsverlaufsmuster zu Rate ziehen. Diese können dann relativ schnell auch Aufschluss darüber geben, ob eine eventuelle Schädigung der Haare vorliegt.

Das neue Computertrichogramm

Da das Herausziehen der Haare mitunter etwas schmerzhaft sein kann, hat sich in den letzten Jahren auch eine neue Methode entwickelt. Dabei wird das oben erwähnte Trichogram nun in Form einer Software auf den Computer gelegt. Damit ein ordentliches Ergebnis erzielt werden kann, werden die Haare nun an einzelnen Regionen des Kopfes lediglich geschoren und danach fotografiert. Diese Methode wird voranging dann angewendet, wenn es darum geht zu schauen, wie viele Haare sich derzeit in der Phase des Wachstums befinden.

Gesunder Haarzyklus kann Haarausfall verhindern

Ein gut funktionierender Haarzyklus, in dem sich die oben genannten Phasen immer wieder wiederholen ist eine wichtige Basis für gesunde Haare. Daher sollte man schon bei den ersten Auffälligkeiten, etwa vermehrtem Haarausfall, einen Fachmann aufsuchen, der sich dann die einzelnen Phasen genau ansehen kann. So kann man bereits im frühen Stadium erste medizinische Schritte unternehmen, um einen drohenden Haarausfall zu verhindern. Denn in vielen Fällen liegt bei einem Haarschaden zum Beispiel ein Nährstoffmangel oder eine Verspannung der Schädelmuskulatur vor, Deren Auswirkungen lassen sich zu allererst an den Haaren feststellen. In manchen Fällen kann hier auch bereits die Kopfhaut betroffen sein.


Kostenlose telefonische Haarsprechstunde

mit Beratung zu Haarausfall und Adressen von Fachärzten

9 - 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr (Mo-Fr)

Tel.: 07151 - 98 66 89 - 0

e-Mail für Ihre Fragen

Facharztadressen und Telefonnummern