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AC-Therapie gegen Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall-Alopecia areata

Die Alopecia areata ist ein örtlicher Haarausfall, bei dem es zum Verlust der Haare in einem begrenzten, meist kreisrunden bis ovalen Bereich kommt. Deshalb wird sie auch oft als kreisrunder Haarausfall bezeichnet. Es können sich ein oder mehrere Herde bilden. Diese Herde sind scharf umrissen. Am Herdrand befinden sich oft kurze, abgebrochene Haare. Diese Haare verjüngen sich zur Kopfhaut hin. Sie werden auch als Ausrufungszeichenhaare bezeichnet. Trotz des Haarausfalls bleiben die Haarfollikel erhalten und werden nicht zerstört. In manchen Fällen kommt es zusätzlich zu einer Veränderung der Nägel mit Bildung von Längsrillen oder Grübchen.

Alopecia areata und Haarausfall

Alopecia areata ist zwar im Verhältnis zum erblich bedingten Haarausfall seltener, sie tritt aber insgesamt ziemlich häufig auf. Häufig betroffen sind Kinder und junge Männer. Aber auch Frauen können von der Alopecia areata betroffen sein. Insbesondere die psychischen Belastungen, die diese Erkrankung oft mit sich bringt, führen zu einem erheblichen Leidensdruck.

Eine besondere Verlaufsform der Alopecia areata ist der Ausfall aller pigmentierten Haare. Übrig bleiben nur Haare ohne Pigment. Das führt dazu, dass Menschen plötzlich nur noch graue Haare auf dem Kopf haben. Diese Form setzt oft akut und plötzlich ein. Seelische Faktoren sind aber weder Auslöser dieses Phänomens, noch beschleunigen sie den Vorgang.

Ursache von Alopecia areata

Die Ursache der Alopecia areata ist nicht bekannt. Es werden jedoch immunologische Faktoren vermutet, denn die T-Lymphozyten, die bei der körpereigenen Abwehr eine Rolle spielen, greifen die Haarfollikel an. Es entsteht eine örtliche Entzündungsreaktion die das Haarwachstum behindert und schließlich zum Ausfall des Haares führt.

Auch eine genetische Komponente wird vermutet, weil die Alopecia areata in manchen Familien gehäuft vorkommt. Insgesamt zeigt sich eine familiäre Häufung von 10 bis 25 Prozent. Die Alopecia areata wird von einer Entzündung begleitet. Meistens fallen die Haare, besonders des Kopfes, plötzlich aus.

Die Prognose der Alopecia areata ist schwierig. Es kann nach Monaten zu einer spontanen Wiederbehaarung kommen, meistens innerhalb von drei Jahren. Das ist sogar recht häufig der Fall. Allerdings ist die Gefahr eines erneuten Haarverlustes groß. Bei 50 Prozent der Betroffenen tritt die Alopecia areata erneut auf.

Eine ungünstige Prognose haben bestimmte Sonderformen des Haarausfalls:

  • Alopecia universalis: Totalverlust der gesamten Körperbehaarung
  • Alopecia totalis: Totalverlust der Kopfbehaarung
  • Ophiasis: Breite, vom Nacken zur Schläfe ziehende kahle Streifen

Lassen sich die Haare an den Rändern der haarlosen Areale leicht herausziehen, und findet man dort Kolbenhaare (ausrufezeichenförmige Haare), ist das Voranschreiten des Ausfalls wahrscheinlich.

Die Behandlung ist äußerst schwierig. Eine entzündungshemmende Therapie kann hilfreich sein. Bei der topischen Immuntherapie wird durch Auftragen von Kontaktallergenen ein örtliches Ekzem erzeugt. Durch diese künstlich hervorgerufene Entzündung wird die Immunabwehr von den Haarwurzeln „abgelenkt“. So können sich die Haarwurzeln wieder erholen. Nachteil dieser Behandlung ist aber, dass sie nur während der Anwendung wirkt. Danach können die Haare erneut ausfallen. Wegen der oft jahrelangen Anwendung kann es außerdem zu starken allergischen Reaktionen am ganzen Körper kommen. Die topische Immuntherapie ist bei der Hälfte der Betroffenen erfolgreich. Weiterhin ist die Behandlung mit örtlich aufgetragenen Kortikoiden möglich und eine Fotochemotherapie, die so genannte PUVA.

Es sollte geprüft werden, ob eine massive Verspannung der Kopfhautmuskulatur vorliegt, die zu einer Kompression der subkutan verlaufenden Blutgefäße führt und damit zu Durchblutungsstörungen im Bereich des Haarbodens. Die nachfolgende Unterversorgung der Haarmatrixzellen mit Sauerstoff kann lokal begrenzten Haarausfall hervorrufen (Alopecia Contentionalis).


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