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AC-Therapie gegen Haarausfall

Übersicht über die therapeutischen Möglichkeiten gegen Haarausfall

Wird der Blutfluss in den Gefäßen, die direkt unter der Kopfhaut verlaugen, über eine längere Zeitdauer gestört, verringert sich zwangsläufig die Sauerstoffsättigung des betroffenen Gewebeareals. Die Folge davon ist unweigerlich die Beeinträchtigung der Zellfunktion, die Degeneration der Haarfollikel und der Ausfall des Haares.

Dieser Haarausfall konzentriert sich zunächst, anatomisch bedingt, immer auf die Gebiete der Geheimratsecken, der Stirn und der Tonsur. An diesen Stellen wird die Haut, gespannt durch die Frontalis- und Temporoparietalismuskulatur, sehr stark an den Schädelknochen gepresst.

Das hauchfeine Gefäßsystem der Kapillaren und Venulen besitzt lediglich einen Durchmesser von 10-30 μm. Ihre sehr zarte Außenhaut besitzt keinerlei Muskelschicht. Bei geringster Druckbeanspruchung werden sie verengt oder verschlossen. Dies erfolgt immer in einer quadratischen Beziehung: Bereits durch eine Reduktion des Durchmessers um 50 % sinkt der Strömungsquerschnitt auf nur 25 %.

Der einzige therapeutische Ansatz, der gegen diesen Haarausfall eine wirksame Hilfe bietet, ist die nachhaltige Verbesserung der Blutversorgung und der daraus resultierenden Sauerstoffsättigung.Dies kann nur durch eine konsequente Relaxation der Muskulatur und der Kopfhaut erreicht werden.

In einer klinischen Studie zur Relaxation der Kopfhaut konnte bei 60 % der Probanden wieder ein Einsetzen des Haarwuchses verzeichnet werden. Bei 40 % der Probanden wurde der wieder einsetzende Haarwuchs sogar mit „gut“ oder „exzellent“ bewertet. Die Resultate übertreffen damit die Ergebnisse sämtlicher seither bekannten Wirkansätze.

Tabletten gegen androgenetischen Haarausfall

Wirkstoff Finasterid

Das Präparat Propecia wurde ursprünglich für Männer über 50 gegen Prostatavergrößerung entwickelt und verwendet. Der Wirkstoff Finsterid ist eines der wenigen zugelassenen Arzeimittel, um erblich bedingten Haarausfall zu bekämpfen.

Das Wirkprinzip beruht darauf, daß manche Haarfollikel auf das Hormon DHT mit der Reduzierung der Wachstumsphase reagieren. Diese verstärkte Empfindlichkeit der Haarfollikel ist erblich, wird aber häufig erst durch eine erhöhte Verspannung der oberen Schädelmuskulatur ausgelöst. Die Ursache muß durch den Facharzt abgeklärt werden.

Propecia hemmt den Abbau von Testosteron und seine Umwandlung in DHT. Die Haarfollikel reagieren darauf mit deiner Verlängerung ihrer Wachstumsphase. Auf diesem Wege verschiebt Propecia den Haarausfall in spätere Jahre.

Ist die Aktivität des Haarfollikels allerdings bereits eingestellt, kann Propecia in der Regel nicht mehr helfen. Propecia muß langfristig eingenommen werden. Erste Effekte werden häufig erst nach vielen Monaten festgestellt. Bei einem Absetzen der Präparates kehr der Haarausfall verstärkt zurück.

Propecia (Finasterid) wird oral eingenommen (Hinweis: Finasterid ist verschreibungspflichtig). Frauen dürfen kein Propecia einnehmen, da es ein sehr starkes Hormonpräparat ist. Ärzte empfehlen schwangeren Frauen, das Präparat nicht anzufassen, um eine Übertragung des Wirkstoffes durch die Haut zu vermeiden.

Nebenwirkungen:

Patienten die über einen längeren Zeitraum Propecia einnahmen, berichten über erhöhte Leberenzyms-Werte, Depressionen, Brustkrebs kann auch nicht ausgeschlossen werden. In einer Studie, die in den USA durchgeführt wurde, litten 94% der Patienten, die Propecia über einen längeren Zeitraum zu sich nahmen, über niedrige Libido und 92% unter erektiler Dysfunktion, selbst noch nach 40 Monaten nach Absetzen von Propecia. Generell darf Propecia von Frauen und jugendlichen unter 18 Jahren nicht eingenommen werden.

Lotion gegen androgenetischen Haarausfall

Wirkstoff Minodixil

Minoxidil ist ein Wirkstoff zur äusserlichen Behandlung des androgenetischen Haarausfalls, der bei Mann und Frau angewendet werden kann. Minoxidil wird lokal auf die betroffenen Stellen aufgetragen und soll innerhalb von mehreren Wochen bis Monaten übermässigen Haarausfall hemmen und das Wachstum neuer Haare anregen. Minoxidil wirkt ausschließlich vorbeugend und kann bei bereits vorhandenen kahlen Stellen in der Regel keine Erfolge mehr erzielen.

Die Behandlungseffekte bei Haarausfall wurden zufällig entdeckt, als bei Patienten, die mit dem Präparat gegen Bluthochdruck behandelt wurden, als Nebenwirkung vereinzelt Haarwuchs zu beobachten war. Das exakte Wirkprinzip ist nicht exakt bekannt. Minoxidil öffnet die Kaliumkanäle der Zellen. In Folge werden die Muskeln der Arterien-Gefäße entspannt, wodurch der Blutdruck sinkt.Bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck, die gegen andere Therapien und Medikamente resistent waren, hat Minoxidil Erfolge gezeigt.

Im Handel ist der Wirkstoff Minoxidil als Gel, Spray und in Form von Tabletten, Tinktur oder Schaum erhältlich und wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Es sollte nur äusserlich und auf trockener und vor allem gesunder Haut angewendet werden. Minoxidil sollte nicht einmassiert werden, nach Gebrauch müssen die Hände anschliessend gründlich gewaschen werden.

Behandlungserfolge sind in der Regel nach frühestens 3 Monaten sichtbar. Bis ein endgültiges Ergebnis sichtbar wird, wird meist etwa ein Jahr vergehen. Minoxidil muss regelmäßig eingenommen werden. Setzt man es ab, fallen die Haare wieder aus.

Nach längerer Anwendung führt Minoxidil häufig zu einer starken Reizung der Kopfhaut.

Nebenwirkungen:

Zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen von Regaine gehören leichte Ekzeme der Kopfhaut, Überempfindlichkeits-Reaktionen, verstärktes Haarwachstum im Gesicht, Veränderungen der Haarfarbe und Haarstruktur, sexuelle Dysfunktion, Hautausschlag, Sehstörungen, Hauterkrankungen.

Anwendung von Finasterid und Minoxidil in der Praxis

Von Dermatologen werden die beiden Präparate häufig in Kombination verschrieben. Bei allen anderen Präparaten konnte eine Wirksamkeit bei Haarausfall nicht nachgewiesen werden.

Haartransplantationen

Keine kurative Wirkung

Die Verpflanzung von Eigenhaar erfolgt aus dem Donor-Areal, das bei praktisch allen Patienten nicht vom Haarausfall betroffen ist. Dabei werden Hautstreifen oder auch Einzelhaarwurzeln aus diesem Gebiet herausgeschnitten und in so genannte Grafts (1 – 6 follikulare Einheiten) aufgeteilt. Diese Grafts werden mittels einer Skalpell- oder auch Lasertechnik einzeln in die haarlosen Gebiete eingesetzt. Diese Haare sind lange Jahre stabil, ihre Umgebung wird aber laufend lichter. Bei der Entnahme der Haarstreifen entstehen größere Wunden, die eine längere Wundheilungszeit erfordern.

Eine Haartransplantation kaschiert lediglich den aktuellen Zustand der Alopezie. Der Haarausfall selbst entwickelt sich weiter und muß häufig später mit weiteren Transplantationen wiederum kaschiert werden.


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